Rotenburg das nervenstärkere Team

26. Fair-Play-Cup des FC Ostereistedt/Rhade: Zeven verschenkt möglichen Turniersieg – MTSV Selsingen wird Dritter
Knapper Favoritensieg beim 26. Fair-Play-Cup des FC Ostereistedt/Rhade in der Selsinger Halle: Der Fußball-Landesligist Rotenburger SV setzte sich in einem hart umkämpften Finale gegen den Bezirksligisten TuS Zeven mit 6:4 (2:2) nach Neunmeterschießen durch. Der MTSV Selsingen wurde Dritter, siegte ebenfalls im Neunmeterschießen mit 10:8 (5:5) gegen die Gastgeber.

„Schade, dass die Tribüne bei den Finalspielen fast leer war“, so der FC-Vorsitzende Lars Neugebauer bei der Siegerehrung. Der Torhüter der Gastgeber spielte mit seiner Truppe eine gute Vorrunde, zog nach drei Siegen und einer 0:3-Auftaktniederlage gegen den TuS Zeven verdient ins Halbfinale ein.

Das Erreichen des Endspiels war dort zum Greifen nah. Denn gegen den Rotenburger SV traf Emanuel Wolf zur Führung. Zwar glich der „spielende“ RSV-Keeper Bastian Lauridzen zum 1:1 aus, doch Julian Bäron hatte die Chance zum 2:1 auf dem Fuß. Der Youngster verzog aber freistehend. Bitter, denn Toni Fahrner besorgte mit dem Schlusspfiff den RSV-Siegtreffer.

Kreisligist MTSV Selsingen zeigte sich im zweiten Halbfinale gegen Zeven kämpferisch und holte einen 0:2-Rückstand auf. Die 1:0-Führung für den TuS erzielte Toni Schulz, der die Kugel mit viel Übersicht ins untere Eck setzte. Jan-Niklas Leschniok ließ das 2:0 folgen. Der Bezirksligist dominierte zwar die Partie, doch Carsten Müller verkürzte erst auf 1:2 markierte mit einer Energieleistung auch noch den Ausgleich. Doch am Ende setzte sich die Routine durch. Kai Wennholz hatte zunächst Pech mit einem Pfostenschoss, doch der zweite Versuch des TuS-Torjägers saß, der nach einer herrlichen Kombination über Hans zu Jeddeloh und dem spielenden Torhüter Björn Mickelat das 3:2 markierte. Den möglichen Ausgleich vergab Henning Schmidt mit dem Abpfiff.

„Mit etwas Glück hätten wir über das Neunmeterschießen ins Finale einziehen können“, so Carsten Müller, der mit seinem Team im Spiel um Platz drei gegen den FC Ostereistedt/Rhade noch einmal ein Feuerwerk abbrannte. Und trotz des nahezu hoffnungslosen 2:5-Rückstandes eine erfolgreiche Aufholjagd startete. Nur vier Minuten waren noch zu spielen, doch Tobias Bäuerle, Jascha de Bruijn und Marek Schotmann gelangen noch die Treffer zum 5:5-Ausgleich. Die Belohnung für diese Energieleistung folgte im Neunmeterschießen, das mit 5:3 gewonnen wurde.

Zeven lässt Chancen liegen

„Wir haben in der regulären Spielzeit den Turniersieg verschenkt“, ärgerte sich nach dem Finale Zevens Spielertrainer Björn Mickelat. Tim Bammann hatte nach einem Freistoß von Wennholz früh zum 1:0 abgestaubt (1.). Doch bereits der Gegenzug führte nach einem Patzer von Hans zu Jeddeloh zum Ausgleich durch Rotenburgs Sebastian Czimmeck. Danach hätte zu Jeddeloh seinen Fehler gut machen können, scheiterte aber mit einem satten Distanzschuss. Mickelat machte es besser, schloss ein Zuspiel von Yannick Wild zum 2:1 ab. Der nächste Angriff hätte dann die Vorentscheidung bringen können, aber Wild verzog freistehend. Eine weitere Großchance hatte dann noch Toni Schulz. Stattdessen erzielte Czimmeck das 2:2. Im anschließenden Neunmeterschießen zeigten die Zevener Nerven und schossen drei Fahrkarten.

„Wir haben ein souveränes Turnier gespielt. Das Spiel gegen den SV Anderlingen haben wir zu leicht genommen und verdient mit 0:1 verloren. Doch das war der richtige Warnschuss“, so Rotenburgs Sercan Durmaz.

Dieser Artikel stammt von der Zevener Zeitung.

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