Timo Schlesselmanns perfekter Tag

Zwei Tore erzielt, eins vorbereitet: Ostereistedt/Rhade feiert beim 3:1-Erfolg über Scheeßel den vierten Sieg in Folge. 

Es war der vierte Sieg in Folge: Der FC Ostereistedt/Rhade schlug in der Fußball-Kreisliga Aufsteiger SV Rot-Weiß Scheeßel mit 3:1 (3:1).

Eigentlich sprach zunächst nicht viel für die Gastgeber und nach sechs Minuten noch weniger: Es fehlten FC-Coach Andreas Kierath ohnehin schon acht Spieler und nach einem unglücklichen Zusammenprall mit RW-Akteur Jan-Phillip Loos musste auch noch Torwart Meik Mießner mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden. Für ihn hütete danach der Keeper der dritten Herren, Clemens Meyer, das FC-Gehäuse.

Aber die personell arg gebeutelten Gastgeber, für die unter anderem der mittlerweile 37-jährige Stefan Pape von Beginn an spielte, überraschten an diesem Sonntag und vor allem ein FC-Spieler hatte einen ganz großen Tag: Timo Schlesselmann. Nach einem unnötigen Foul der Gäste schlug er in seiner ersten entscheidenden Szene einen Freistoß Richtung RW-Tor. Kevin Weigert bugsierte den Ball zum 1:0 für den FC über die Torlinie (10.).

Wenig später gelang den Gästen nach einer verunglückten Parade des ansonsten guten FC-Keepers Meyer allerdings der Ausgleich durch Benjamin Hensel (15.). Aber das sollte schon die beste Szene der Gäste in der ersten Halbzeit sein. In der 35. Minute erzielte Timo Schlesselmann das 2:1. Es war ein ganz besonderes Freistoßtor: Aus 22 Metern getreten, flog der Ball genau über die Mauer hinweg in den Scheeßeler Torwinkel.

Noch vor der Pause gelang dem Torschützen sogar noch ein weiterer künstlerisch wertvoller Treffer. Nach einem schnellen Gegenzug der Gastgeber flankte Jörn Schröter auf Schlesselmann und der chippte den fast schon zu weiten Ball aus der Drehung über RW-Keeper Sebastian Bretzke hinweg ins Netz (43.).

Scheeßels Coach ärgert sich

Die Gäste bemühten sich im zweiten Abschnitt: Viel sollte ihnen aber nicht gelingen. „Wir haben hier nach zwei völlig unnötigen Foulspielen zwei Freistoßtore hinnehmen müssen und haben dann einfach nicht genug getan, um das Spiel noch zu drehen. Es war eine verdiente Niederlage“, so Scheeßels Coach Sven Schumacher.

Dieser Artikel stammt von der Zevener Zeitung.