Rückschlag im Abstiegskampf

Zeven ist auch nach diesem Erfolg in großer Abstiegsnot. Nur wie der TuS dieses so wichtige Spiel gewann, das war schon sehr bemerkenswert. „Zeven hat gegen uns eine Top-Leistung gezeigt – leider, muss man sagen“, so Gästetrainer Kevin Weigert. „Der TuS hat hier verdient gewonnen, keine Frage.“

Man muss es einfach so klar sagen: Vor allem im ersten Abschnitt spielten die Zevener ganz und gar nicht wie ein Abstiegskandidat. „Wir waren spielerisch wirklich überlegen, haben den Ball gut laufen lassen“, lobte TuS-Coach Jürgen Brockmann.

Bereits nach elf Minuten brachte Lars Brand die Gastgeber in Führung. Maurin Rädiger hatte sich schön auf der rechten Seite durchgesetzt und von der Grundlinie zurück auf Brand gespielt, der ohne Mühe zum 1:0 traf (11.). Überhaupt die rechte Seite der Zevener, sie sollte in diesem Derby eine entscheidende Rolle spielen, aber dazu später noch mehr.

Der FC zeigte sich bemüht. Doch viel sollte den Gästen zunächst nicht gelingen. Erst im Verlaufe des zweiten Abschnitts kam die Weigert-Elf besser in diese Partie. Doch zunächst sollte noch das 2:0 für die Zevener fallen. Wieder war es ein Angriff von der rechten Seite. Jan Hennig flankte auf Tobias Mannke und der 31-Jährige erzielte sein fünftes Saisontor (56.).

Was man den Gästen aber wirklich nicht absprechen kann, sie probierten es weiter, gaben sich nie auf. „Wir haben nach dem 0:2 noch mehr riskiert“, so FC-Spielertrainer Kevin Weigert. Und es war Weigert selbst, dem nach einem langen Ball von Timo Schlesselmann und einer Kopfballverlängerung von Julian Bäron per Kopf das Anschlusstor gelang (74.). Es folgten wenige Minuten der Hoffnung für die Gäste. Doch nur fünf Minuten später war wieder die rechte Seite der Zevener an der Reihe. Nach einem schönen Angriff über rechts gelang Claas Paulsen das entscheidende 3:1 für den TuS (79.).

Und dann gab es am Ende noch die Geschichte des Clemens Fischer. Nach einer Verletzung des TuS-Stammkeepers Benjamin Ulrich wurde Fischer drei Minuten vor Ende eingewechselt. Es folgte eine mehrminütige Nachspielzeit, in der Fischer den FC-Spielertrainer Kevin Weigert im eigenen Strafraum zu Fall brachte.

Timo Schlesselmann trat zum Strafstoß an, scheiterte aber am 25-Jährigen, dessen Team bereits am Dienstag wieder in Bremervörde gastiert.

Dieser Artikel stammt von der Zevener Zeitung