Mit Galerie: Erste fühlt sich vom Schiedsrichter massiv benachteiligt

Was für eine Schlussphase. Der TSV Karlshöfen bezwang in der Fußball-Kreisliga durch zwei Tore in der Nachspielzeit den FC Ostereistedt/Rhade mit 3:2 (1:1). Zuvor hatte es heftige Diskussionen um einen Platzverweis für FC-Spieler Erdal Sardas gegeben, durch den sich die Platzherren massiv benachteiligt sahen.

Der Ärger, der Frust und die Aufregung, sie waren nach dem Schlusspfiff groß. „Klar, muss Erdal seine Nerven in der Szene im Griff haben. Die Rote Karte für ihn war berechtigt. Aber dann muss sein Gegenspieler auch des Feldes verwiesen werden“, so FC-Coach Andreas Kierath.

Was war passiert? Sieben Minuten vor Ende waren  Erdal Sardas und Gäste-Spieler Jan-Christian Franz nach einem FC-Eckball aneinander geraten. Aus Sicht der Gastgeber soll Franz den ebenfalls am Boden liegenden Sardas getreten und mit der Hand durch das Gesicht gewischt haben. „Ich habe mit Christian über die Szene gesprochen und möchte mich dazu nicht weiter äußern“, so Gäste-Trainer Peter Leschniok.

Was immer auch genau passiert ist, Sardas revanchierte sich bei seinem Gegenspieler mit einem Stoß und einer Beleidigung. Nach dem Platzverweis sollen seitens Sardas noch weitere Beschimpfungen erfolgt sein. „Ich kenne Erdal schon seit Jahren. Das wird auch intern Folgen für ihn haben. Das geht so gar nicht, aber er fühlte sich auch zutiefst ungerecht behandelt“, so Kierath.

Es lag aber nicht nur an diesem Platzverweis, dass der FC ein Spiel, das er in der zweiten Halbzeit lange bestimmt hatte, in der Nachspielzeit doch noch verlor. Dabei schien bis zehn Minuten vor Ende ziemlich viel für die Gastgeber zu sprechen.

Nach dem frühen Führungstor der Gäste durch Alexander Hilken (7.) fing sich der FC, und in der 24. Minute gelang Timo Schlesselmann per Foulelfmeter –- Kevin Weigert war gelegt worden – der Ausgleich.

„Wir waren im zweiten Abschnitt deutlich besser“, so FC-Coach Kierath, dessen Team in der 69. Minute ausgerechnet durch Erdal Sardas nach Vorarbeit des herausragenden Julian Bäron das 2:1 gelang.

In den letzten Minuten kippte die Partie – und dies lag nach Ansicht der Gastgeber auch an Schiedsrichter Lennart Kranenberg. „Er hat 80 Minuten lang hervorragend gepfiffen, aber in den letzten Minuten ist ihm die Partie leider etwas aus den Händen geglitten“, sagte Kierath.

Nur am Schiedsrichter allein oder am Platzverweis wollte der FC-Coach die Niederlage aber nicht festmachen. „Gut, direkt vor dem 2:2 hätten wir eine Ecke bekommen müssen, aber letztlich hätten wir selber auch besser verteidigen können“, so Kierath, dessen Team in einer dramatischen Schlussphase noch zwei späte Gegentore durch Jonathan Böttjer (92.) und Hannes Schröder (95.) hinnehmen musste.

Dieser Artikel stammt von der Zevener Zeitung.

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