In der Rückrunde müssen Punkte her

Gefühlt zu wenig Punkte: Der FC Ostereistedt/Rhade (17 Punkte, 33:37 Tore) muss als Tabellenzehnter weiterhin um den Klassenerhalt in der Kreisliga bangen.

Der FC ist eine Mannschaft, die selbst nicht so recht zu wissen scheint, was für sie möglich ist. Da bringt sie den starken Aufsteiger Unterstedt in einer Woche an den Rand einer Niederlage, muss sich am Ende nach einer sehr umstrittenen Strafstoßentscheidung für den Gegner mit einem 2:2-Remis begnügen und am nächsten Spieltag verliert sie trotz einer 2:0-Führung beim Abstiegskandidaten Alfstedt/Ebersdorf mit 3:4.

„Was wir uns nach dieser ersten Saisonhälfte ankreiden müssen, ist klar: Wir haben insgesamt zu wenig Punkte geholt“, so Trainer Andreas Kierath, dessen Team vor allem in den Partien gegen spielstarke Gegner wie Rotenburg II, Heeslingen II oder eben Unterstedt überzeugte.

„Man muss nur an unser letztes Punktspiel gegen Rotenburg II denken, das wir am Ende sehr unglücklich mit 2:4 verloren haben. Das war wohl unsere beste Saisonleistung. In solchen Spielen hat sich gezeigt, wie viel Potential in dieser Mannschaft steckt“, so der FC-Coach.

Siege am „Grünen Tisch“

Kurioserweise gewann die Kierath-Elf gleich zwei dieser Partien im nachhinein am grünen Tisch, sowohl Rotenburg II zu Saisonbeginn (mit Alexander Garuba) als auch später Heeslingen II (in persona von Arouna Ahizi) hatten jeweils einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt. Die Begegnungen wurden daher mit 5:0 für den FC gewertet.

Aber es gab eben auch die anderen Spiele. Partien, in denen die Kierath-Elf ärgerliche Niederlagen hinnehmen musste. Die Pleiten gegen Alfstedt/Ebersdorf (3:4) und Westerholz (1:2) beispielsweise oder das dramatische 2:3 gegen Karlshöfen, mit einem Platzverweis für Erdal Sardas kurz vor Schluss und zwei Gegentoren in der Nachspielzeit. „Das sind Spiele, die wir eigentlich nie hätten abgeben dürfen, die hängen bleiben, die uns wirklich Punkte gekostet haben, mit denen wir überhaupt nicht zufrieden sein können“, so Kierath, der sich auch über die drastische Sperre für Erdal Sardas ärgerte. „Das war keine schöne Geschichte. Dass Erdal eine Sperre bekommt, ist in Ordnung. Aber ihn gleich bis Anfang Februar zu sperren, halte ich für zu lang.“

Kader breiter aufgestellt

Was aber im weiteren Saisonverlauf für das Team aus der Samtgemeinde Selsingen entscheidend werden könnte, zeigte sich schon in dieser Hinrunde. Durch mehrere Neuzugänge hat der FC nun einen breiteren Kader. „Die Integration der neuen Spieler hat wirklich gut geklappt. In der Mannschaft passt es einfach. Das ist für mich als Trainer wichtig“, so Kierath, der auf einige dieser Neuzugänge zu sprechen kommt. „Wir haben mit Clas Schröder und Maurice Meyer zwei richtig gute Torhüter hinzubekommen. Tim Schröder hat mit seinen 18 Jahren einige tolle Spiele abgeliefert. Das gilt auch bis zu seiner schweren Knieverletzung für Clemens Oetjen und der zwischenzeitlich ebenfalls verletzte Amadou Diabate könnte in der Rückrunde noch ein ganz wichtiger Spieler für uns werden.“

Das Spiel des FC wird aber weiterhin vor allem von den Leistungsträgern der vergangenen Jahre geprägt: Von Timo Schlesselmann beispielsweise, dem siebenfachen Torschützen Kevin Weigert, Pascal Martens oder auch Steffen Müller. „Sie sorgen für einen positiven Zusammenhalt, gehen voran“, so Kierath, der für die Rückrunde ein klares Ziel formuliert: „Wir wollen uns so schnell wie möglich von der Abstiegszone absetzen“, so der FC-Coach. „Wir wissen, dass wir mehr Punkte sammeln können als in der Hinrunde und das ist ganz klar unser Ziel.“