Erste verliert in Karlshöfen

Erfolgreicher Saisonauftakt für Karlshöfen: Das Leschniok-Team schlug in der Fußball-Kreisliga den FC Ostereistedt/Rhade mit 3:1 (2:1).

Er hat es schon wieder getan: Maurice Ruröde erzielte gegen den FC wieder sein Tor und was für eins: Fast an der Grundlinie stehend, legte er den Ball am heranstürmenden Gästetorhüter Lars Neugebauer vorbei und spitzelte das Leder anschließend ins Tor (76.).

Ein schöner Treffer, in einem Spiel, das vor allem die Gäste ganz und gar nicht schön fanden: „Es war ein schlechtes Kreisliga-Spiel“, so FC-Trainer Andreas Kierath. „Diese Partie hätten wir eigentlich gar nicht verlieren dürfen und über den Schiedsrichter Herrn Bassen möchte ich mich gar nicht erst äußern.“

Dabei hatte die Begegnung ganz gut für die Gäste begonnen. Der FC hatte früh sehr gute Chancen durch Timo Schlesselmann (17.), Kevin Weigert, der per Freistoß die Unterkante der Latte und dann den Pfosten traf (22.) sowie später auch noch Johannes Meyer (30.). Der hatte auch sieben Minuten zuvor per Kopfball nach einer Weigert-Flanke schon das 1:0 für die Kierath-Elf erzielt (23.).

„Wir hätten nach einer halben Stunde schon weitaus höher führen können. Karlshöfen hat praktisch nicht stattgefunden“, so Kierath. Doch das Spiel sollte anders laufen: Die Karlshöfener nutzten kurz vor der Pause gleich ihre erste Möglichkeit: Der von vier Gegenspielern im Strafraum nicht konsequent angegriffene Chris Bubbel erzielte per Flachschuss aus 14 Metern das 1:1 (37.). Fünf Minuten später traf Kenneth Böttjer nach Vorarbeit von Maurice Ruröde auch noch zum 2:1 für den TSV.

Ein Treffer, der nach Einschätzung des FC-Trainers nicht hätte gegeben werden dürfen. „Vor dem Gegentor kommt es im Mittelfeld zu einem klaren Foulspiel, das aber nicht geahndet wird“, so Kierath. Aus Sicht der Gäste gab es ohnehin noch weitere fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. „Elfmeterreife Situationen werden gegen uns entschieden und kurz vor Schluss hätte es eigentlich für einen Karlshöfener die Rote Karte geben müssen“, so der FC-Coach.

Was war passiert? Es lief die vorletzte Minute. Karlshöfen führte bereits 3:1, da kam FC-Akteur Kevin Weigert bei einem Zweikampf mit Dominic Meyer an der Strafraumgrenze zu Fall. Der Unparteiische ließ weiterspielen. „Ich weiß, dass die Gäste in dieser Szene einen Elfmeter und die Rote Karte gefordert haben. Ich denke, wenn der Schiedsrichter in dieser Szene ein Foul pfeift, hätte eine Gelbe Karte auch genügt, da Weigert sich in diesem Moment Richtung Eckfahne bewegt“, so TSV-Coach Peter Leschniok, der folgendes Fazit zog: „Wir haben das Spiel gewonnen, weil wir den größeren Siegeswillen hatten.“

 

Dieser Artikel stammt von der Zevener Zeitung