Erste gegen Visselhövede ohne den letzten Biss

Siegesserie gerissen: Der FC Ostereistedt/Rhade kam nach fünf erfolgreichen Fußball-Kreisligaspielen in Folge gegen den Tabellenletzten VfL Visselhövede nicht über ein 0:0 hinaus. Bei Dauerregen, aber relativ guten Platzverhältnissen, taten sich die Gastgeber zunächst schwer, steigerten sich aber nach der Pause. Doch der Abschluss wurde für den FC zum großen Problem.

„Wir wollen natürlich unser Serie fortsetzen“, hatte dessen Trainer Andreas Kierath im Vorfeld des Spiels angekündigt. Doch der abgeschlagene Tabellenletzte setzte zunächst die Akzente und kam zu Chancen. „Wir hatten im ersten Spielabschnitt schon ein leichtes Übergewicht“, so Kai Jager. Der Visselhöveder Routinier agierte mit Mariusz Szymanski in der Spitze, setzte mit Auge Jan-Hendrik Wahlers ein. Doch der Spieler mit der Rückennummer sieben scheiterte an FC-Keeper Lars Neugebauer (10.).

Danach folgte viel Leerlauf. Die Gastgeber zeigten sich schwach im Aufbauspiel, konnten keinen Druck aufbauen. Ballverluste prägten das Bild. Dabei hatten die Platzherren Glück, dass hinten die Null stand. Denn Jager und Wahlers vergaben die mögliche VfL-Führung (36./39.). In der 42. Minute war es zudem Michael Gerken, der einen Schuss von Szymanski auf der Linie klärte. „Wir waren oft einen Schritt zu spät, in den Zweikämpfen nicht konsequent genug. Da gilt es eine Schippe drauf zu legen“, so FC-Wechselspieler Stephan Enghard beim Pausenpfiff.

In der Halbzeit mischte Ostereistedt/Rhades Coach seine Spieler erst einmal auf. „Ich war schon lange nicht mehr so laut in der Pausenansprache“, verriet Kierath. Die Worte verfehlten die Wirkung nicht. Denn seine Truppe machte nun Druck und setzte die Akzente. Nach einer Flanke von Emanuel Wolff auf den zweiten Pfosten traf Stürmer Julian Bäron nur die Latte (52.). Die Nachschüsse von Erdal Sardas und Wolff blieben in der vielbeinigen VfL-Abwehr hängen.

In der Folgezeit bestimmten Schlesselmann & Co. weiter die Spielrichtung und kamen zu Chancen. Dabei hätte Julian Bäron mehrfach zum Matchwinner werden können. Doch der junge Angreifer scheiterte nach einer Ecke von Jörn Schröder und reagierte beim Zuspiel von Johannes Meyer zu spät, so dass ihm der letzte Schritt fehlte (64./74.). Danach legte Kevin Weigert per Ecke für Bäron auf, doch dessen Abschluss misslang (80.).

Und die Gäste? Die verteidigten fast ausschließlich, hätten aber in den Schlussminuten durch Szymanski und Wahlers sogar noch den Siegtreffer landen können (84./89.).

„Die Anfangsphase gehörte uns, wir hatten Chancen zur Führung. In Hälfte zwei war der Gegner besser, doch wir hatten zum Schluss zwei gute Konterchancen, die muss man abschließen“, sagte VfL-Trainer Peter Norden. Und Andreas Kierath meinte: „Zu Beginn waren wir einfach zu passiv, haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Die zweite Halbzeit lief besser, da hätten wir das 1:0 machen können. Doch es fehlte der letzte Biss. Mit dem Punkt müssen wir leben, denn auch eine Niederlage war drin.“

 

Dieser Artikel stammt von der Zevener Zeitung.