Mit Galerie: Bei der Ersten passte nix zusammen

Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Günter Bassen war Andreas Kierath sichtlich angefressen: „Das war indiskutabel. Wir können froh sein, dass wir nicht zweistellig verloren haben“, grantelte Ostereistedt/Rhades Trainer, dessen Team eine völlig verdiente 1:4 (1:2)-Klatsche beim Aufsteiger TuS Tarmstedt kassierte.

Das Beste aus Sicht der Gäste war dabei die Tatsache, dass der FC das Spiel zumindest vom Ergebnis her 86 Minuten lang offen hielt. Das lag aber weniger an eigenem Können, als am fahrlässigen Umgang der Platzherren mit ihren Großchancen.

Schon zur Pause hätten die spielerisch wie läuferisch deutlich besseren Tarmstedter mit 4:1 oder 5:1 führen können – wenn nicht sogar müssen. Schon in den ersten zehn Minuten brannte es mehrmals lichterloh im Strafraum des guten FC-Keepers Lars Neugebauer, ohne dass Eugen oder Kevin Zilke den Ball im Tor unterbringen konnten.

Ein Musterbeispiel an Effektivität war dagegen Ostereistedt/Rhades Timo Schlesselmann. Als TuS-Torwart Tobias Meyerdierks die erste Ecke der Gäste unterlief, köpfte Julian Bäron zurück auf seinen Torjäger, der aus fünf Metern zur völlig überraschenden FC-Führung einschoss (10.).

Doch wer nun dachte, die vor der Partie neun Punkte vor dem TuS rangierenden Gäste würden aus der Führung etwas Selbstbewusstsein ziehen, sah sich getäuscht. Immer wieder wurde die Ostereistedt/Rhader Defensive von den schnellen Tarmstedter Außenspielern um den herausragenden Felix Möller überlaufen, doch weder Eugen Zilke noch Kevin Müller konnten die beiden bis dahin schönsten Angriffe der Partie mit dem Ausgleich veredeln (18., 25.). Dazu musste ein Freistoß her, den Jannick Jagels aus 18 Metern zum 1:1 über die Mauer zirkelte (30.).

Als Felix Möller außen den Ball zu Matthias Rass weiterleitete und dieser in die Mitte zu Kevin Zilke passte, war der überfällige 2:1-Pausenstand fällig (35.). Dann erzielte Kevin Müller das scheinbare 3:1 (50.), doch der Treffer wurde vom guten Schiedsrichtergespann aufgrund einer schwer einsehbaren Abseitsposition zurückgepfiffen.

„Danach hatten wir einen kleinen Bruch im Spiel“, monierte TuS-Coach Thomas Fenslau. So blieb es weiter spannend, obwohl die pomadig wirkenden Gäste außer einem gefährlichen Schlesselmann-Fernschuss (77.) offensiv nichts mehr zustande brachten.

Erst ein Kopfballtor von Eugen Zilke nach Jagels-Freistoß brachte die Entscheidung (86.). In der Nachspielzeit traf dann noch der eingewechselte Julian Bolte zum 4:1 (92.). „In der Liga ist jeder Punkt Gold wert“, freute sich Fenslau, der vor allem die erste Halbzeit positiv hervorhob. „Da haben wir wirklich gut gespielt.“

Dieser Artikel stammt von der Zevener Zeitung.

18. Spieltag KL 2016/17
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